Schweizer Metropolen
Die Schweiz hat heute drei große Metropolregionen: Zürich, Genf und Basel. In der Agglomeration Zürich leben heute die meisten Menschen, rund eine Million Einwohner. Zürich ist die Finanzmetropole der Schweiz und gehört zu den teuersten Städten in Europa. Die Immobilienpreise in der City sind hier am teuersten in der
ganzen Schweiz (siehe Artikel Zürich). Nach Zürich ist die Metropole Genf die zweitgrößte Stadt der Schweiz. Im 19. Jahrhundert war Genf noch die größte Stadt in der Schweiz. Heute leben rund 470.000 Menschen in der Agglomeration Genf. Genf hat einen sehr hohen Ausländeranteil durch die zahlreichen UN-Organisationen in der Metropole. Alleine 25 internationale Organisationen haben sich in Genf niedergelassen. In Genf sitzt zum Beispiel die Welthandelsorganisation, die Weltgesundheitsorganisation oder der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen. Die Vorgängerorganisation der UN hatte in Genf ihren Hauptsitz, der Völkerbund. Genf gehört zu den vier Städten, wo die Vereinten Nationen ein Büro unterhalten. Genf ist auch die Heimatstadt vieler Uhrenproduzenten und gilt als die Uhrenmetropole der Schweiz. Die weltbekannte Uhrenfirma Rolex hat zum Beispiel in der Metropole Genf ihren Hauptsitz. Genf ist auch eine wichtige Messestadt mit dem Messekomplex Palexpo bei Genf. Die bekannteste Messe in Genf ist der Genfer Autosalon, der neben der IAA eine der europäischen Leitmessen der Automobilindustrie darstellt. Es findet hier auch ein internationale Messe für Erfindungen statt. Die französische Lebenskultur spielt in Genf eine prägende Rolle. Man findet in der Metropole viele gute Restaurants und viele Kunstveranstaltungen. Genf gehört zu den teuersten Städten in der Schweiz in Bezug auf Büroflächen und Wohnungen. Der schweizerische Immobilienmarkt hat vor allem rund um den Genfer See in den letzten sieben Jahren geboomt. Der Wohnungsmarkt in der Metropolregion ist immer noch ein interessanter Immobilienmarkt.
Nach Zürich und Genf ist Basel die drittgrößte Stadt der Schweiz und vor allem als Wirtschaftsstandort der Pharmaindustrie bekannt. Hier sind zwei der weltgrößten Pharmakonzerne angesiedelt. Basel ist eine Hochburg für Medizintechnik und die Binnenschifffahrt (siehe Artikel Basel). Lausanne, Bern und Winterthur folgen den Metropolen in Bezug auf die Einwohnerzahl. Die Bundeshauptstadt Bern ist vor allem geprägt von der öffentlichen Verwaltung. Bern ist das zentrale eidgenössische Verwaltungszentrum mit rund 350.000 Einwohnern. Hier haben auch die Schweizer Post und die Bundesbahnen ihr Hauptquartier. Bern ist zum Beispiel als Herstellungsort der Toblerone weltweit bekannt. Für die Wirtschaft der Stadt ist auch der Energiemarkt, die Textilindustrie oder der Maschinenbau sehr wichtig. Bern ist auch eine sehr beliebte touristische Stadt, die vor allem bei den Deutschen Gästen überaus beliebt ist. Rund 30 Prozent der Übernachtungen gehen auf das Konto der deutschen Touristen und Geschäftsreisenden. Bern ist nach Zürich auch der zweitwichtigste Bahnknotenpunkt in der Schweiz. Zuletzt zeigte sich die Schweizer Hauptstadt Bern der Weltöffentlichkeit als Spielort der Fußball-EM 2008. Bern hat unter anderem als Sportstadt eines der größten Eisstadien der Welt mit einer Kapazität von rund 17.000 Besuchern zu bieten, die PostFinance-Arena Bern.
In Deutschland ist auch die Stadt Luzern in der Zentralschweiz sehr beliebt. Luzern am nordwestlichen Ende des Vierwaldstätter Sees hat rund 60.000 Einwohner und möchte in Zukunft mehr Gewicht als Schweizer Metropole bekommen. Im Jahr 2010 schließen sich die Gemeinden Luzern und Littau zur gemeinsamen Gemeinde Luzern zusammen. Luzern wird dann 75.000 Einwohner zählen. Nach dem Vorbild von Zürich soll hier langfristig durch Gemeindefusionen Groß-Luzern entstehen. Die Stadt Luzern hat vor allem touristisch mit vielen Sehenswürdigkeiten viel zu bieten. Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern ist das meistbesuchte Museum in der Schweiz, unter anderem mit historischen Lokomotiven, Schiffen und Flugzeugen.