Schweizer Lebenskultur
Die Schweiz ist ein Land, das vor allem von den regionalen Kulturen sehr geprägt ist. Die Schweiz gilt als ein sehr ruhiges und sicheres Land, das für viele betuchte Ausländer die erste Wohnadresse ist. Die Nordschweiz gilt vor allem in Fragen der Gesellschaftspolitik oder der Migration als eher liberales Gebiet in
der Schweiz. Vor allem die Metropole Basel ist als sehr liberale und alternative Region bekannt. Bei Sozialthemen sind sich meistens die deutschsprachige Schweiz und die italienische Schweiz sehr nahe. In der Schweiz spricht man scherzhaft vom Röstigraben. Der Röstigraben ist eine imaginäre Grenze beim Fluss Saane bei Freiburg, wo sich Mentalitätsunterschiede zwischen der Deutschschweiz und der französischen Schweiz auftun. Die Romandie ist vor allem der EU gegenüber stärker aufgeschlossen als die deutschsprachige Schweiz. Heute sind die Unterschiede im Stimmverhalten bei Volksabstimmungen nicht mehr so ausgeprägt wie früher. Vor allem die Einwanderung ist immer noch ein sehr kontroverses Thema in der Schweiz, das die Gemüter erhitzt. Der Röstigraben hat seinen Namen nach den Schweizer Nationalgericht Rösti. In der italienisch sprechenden Schweiz hat natürlich die südländische Kultur einen festen Platz in der Gesellschaft. Essen und Trinken ist in der Schweiz sehr wichtig. Man findet viele Restaurants mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis. Die Schweizer gelten im Ausland als eher langsame und humorlosere Menschen, was allerdings Vorurteile darstellt. Die Schweizer haben sehr wohl ihren Humor, der auch die Selbstironie kennt. In der Schweiz gibt es eine lange komödiantische Tradition, die allerdings für Ausländer etwas skurril wirken kann. Die Schweiz hat, wie in Deutschland auch, eine sehr dynamische Entwicklung bei humorvollen Kulturströmen wie der Comedy vollzogen. Die Schweizer sind sehr zurückhaltende und höfliche Menschen, die auch sehr hilfsbereit sind.
Sehr großen Wert legt man in der Schweiz bei der Einbürgerung von Ausländern auf das kulturelle Verständnis für die Schweiz und die Regionen. Die Kantone haben im öffentlichen Leben eine sehr starke Rolle, zum Beispiel bei der Festsetzung der Feiertage. Ist man zu Besuch in der Schweiz, so bringt man in der Regel ein kleines Geschenk mit. Man schätzt in der Schweiz die Pünktlichkeit. Im Berufsleben können fünf Minuten zu spät schon unfreundlich aufgenommen werden. Die Ausdruckformen in der Konversation sind in der Schweiz eher indirekt und abgeschwächt. Beim Essen in Restaurants sind die Preise in der Regel inklusive dem Service, allerdings rundet man den Betrag bei gutem Service meistens auf. Die Schweizer essen eher deftiger mit Rösti, Käsefondue oder Fleischgerichten. Viele Schweizer essen vor allem am Abend das Hauptgericht. Die Essgewohnheiten hängen in den Metropolen allerdings vom Berufsleben ab. Essen in der Schweiz sollte vor allem einfach und günstig sein. Für deutsche Verhältnisse sind die Preise akzeptabel. Gerade auch in den Metropolen Basel, Zürich und Genf kann man sehr unterschiedliche nationale und regionale Küchen kennenlernen. Basel ist sicherlich die Stadt in der Schweiz mit der alternativsten Kunstszene. Hier findet man vor allem viele Kleinkunsttheater und Musikclubs. Sehr genau sollte man die Verkehrsregeln einhalten, sonst kann es sehr teuer werden. Beim Camping gibt es in der Schweiz kein Jedermanns-Recht wie in Skandinavien, so dass offenes Campen bei Strafe verboten ist. Auch Wohnmobile darf man nicht einfach an der Straße abstellen, sondern muss eine ausgewiesene Fläche suchen.