Schweizer Alpinismus
Die Schweiz gehört vor allem auf Grund der faszinierenden Bergwelt zu den beliebtesten Reisezielen in Europa. Der Alpinismus hat in der Schweiz eine sehr lange Tradition, die bis ins 13. Jahrhundert zurückgeht. Im 19. Jahrhundert entstand der erste Schweizer Alpen-Club, nachdem die Briten Jahre zuvor schon den ersten
Alpenverein in der Schweiz, den Alpine Club, gegründet hatten. Bergsteigen und Bergwanderungen in der Schweiz waren schon ab Mitte des 19. Jahrhunderts eine Reisesensation in Europa. Erstbesteigungsgeschichten schrieben im 19. Jahrhundert vor allem Eiger und das Matterhorn. Mit der Erstbesteigung des Matterhorns im 14. Juli 1865 durch den Briten Edward Whymper war das goldene Zeitalter des Alpinismus im 19. Jahrhundert in der Schweiz beendet, nachdem alle großen Gipfel bezwungen waren. Der Schweizer Alpen-Club (SAC) ist heute die größte alpine Vereinigung in der Schweiz mit rund 120.000 Mitgliedern, die in eigenständigen Vereinen organisiert ist. Der Schweizer Alpen-Club ist heute in vielen Bereichen des Schweizer Alpinismus sehr umtriebig. Viele Schweizer Bergsteiger-Vereine unterhalten Alpenvereins- oder Clubhütten, die als Schutzhütten den Mitgliedern und Fremden zur Verfügung stehen. Für die Mitglieder der Vereine gibt es besondere Konditionen in den SAR-Berghütten. Viele der Hütten werden bewirtschaftet. Für unbewirtschaftete Hütten haben die Mitglieder einen besonderen Alpenvereinsschlüssel, der als Universalschlüssel dient. Der Schweizer Alpen-Club unterhält eine Datenbank der Schutzhütten in den Alpen. Insgesamt betreibt der Schweizer Alpen-Club 153 Hütten.
Die Hütten des Schweizer Alpen-Vereins sind ganzjährig geöffnet. Rund zwei Drittel der Hütten werden im Sommer und Winter bewirtschaftet und haben auch spezielle Winterräume. Man kann die Hütten auch mit Halbpension buchen. In der Regel ist es sinnvoll eine Reservierung vorzunehmen. In den Hütten kann man mit Euro problemlos bezahlen. Zu den Berghütten und vielen anderen Bereichen des Alpinismus bietet der Schweizer Alpen-Club viele nützliche Informationen. Der Club bietet unter anderem auch Broschüren zum Downloaden in Bezug auf den Bergsport und die Umwelt. Die Schweiz bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Bergsteigen im Sommer und Winter sowie zu atemberaubenden Bergwanderungen. Bergwanderungen gibt es im Sommer auch für Familien (siehe Artikel Schweizer Bergwanderungen). Ein Modeberg des 19. Jahrhunderts war zum Beispiel der Tödi, der höchste Gipfel der Glarner Alpen, der bis heute als Bergsteiger-Gipfel beliebt ist. Bei Wanderern, Bergsteigern und Kletterern sind zum Beispiel die Walliser Alpen sehr beliebt mit den 43 Viertausendern. Die Hälfte aller Viertausender in den Alpen befindet sich im Wallis. Durch die Alpen des Wallis verläuft auch die Via Alpina, einen grenzüberschreitenden Fernwanderweg durch die Alpen. Es gibt fünf Wege durch die Alpen mit einer Gesamtlänge von 5.000 Kilometern. Informationen zu den Urlauben in den Bergen bietet zum Beispiel auch Schweiz Tourismus, die Marketinggesellschaft zur Förderung des Tourismus in der Schweiz.